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Popeline

Bild: Popeline Stoff Blau

Was ist Popeline?

Popeline ist eine Mischung aus einer ganzen Reihe verschiedener Garne, bei denen man beim Weben oftmals einen stärkeren Schussfaden einsetzt und so einen sehr strapazierfähigen Stoff erreicht.

Herstellung

Ein sehr dichtes Gewebe aus Kammgarnen, Kunstfasern in Leinwandbindung, Wolle und Baumwolle wird bei äußerst dicht eingestellter Kette mit locker eingestelltem, aber weicher gedrehten - dafür aber dickerem Schuss - gewebt. Der Einsatz des dickeren und damit stärkeren Schussfadens lässt Stoffe mit Querrippen entstehen. Durch diese Querrippen erhält man, wie schon eingangs erwähnt, einen äußerst strapazierfähigen Stoff.

Eigenschaften und Verwendung

Mit dieser Technik bringt man je nach Gewebegewicht und Rohstoff die Materialien hervor, die man unterschiedlich einsetzen kann. Leichtere Stoffe werden bei der Herstellung von Blusen, Hemden, Jacken (insbesondere Outdoorjacken), Hosen, Röcken oder leichten Mänteln verwendet. Dabei kommt sehr häufig eine Mischung aus 35 % Baumwolle und 65 % Polyester zum Einsatz. Diese Materialien erfreuen die Hausfrauen und Hausmänner, denn sie sind gut zu waschen, weitgehend unempfindlich und bei entsprechender Ausrüstung auch bügelfrei.

Als eine der möglichen Webarten kommt bei Popeline „buntgewebt“ zum Einsatz. Die Franzosen nennen diese Webart: „Fil-à-fil“. Man verwebt als Kettfaden oder Schussfaden Zwirne in verschiedenen Farben. Dadurch gelingt es, den Stoff schimmern zu lassen. Diesen Effekt bezeichnet man in der Fachsprache als „Chambry-Effekt“ oder auch als „Changeant-Effekt“. Nicht immer verwendet man aber verschiedenfarbige Fäden, sondern man verwendet unterschiedliche Fasermischungen. Dabei macht man sich die Eigenschaft zunutze, dass sich nicht jede Faser mit jedem Farbstoff verbindet. Bei jedem einzelnen Färbegang setzt man dabei immer nur eine einzige Farbe zu, die sich auch nur mit einer einzigen Faserart verbindet. Im nächsten Färbegang wird dann eine Farbe eingesetzt, die sich nur mit anderen Faserarten verbindet. So entsteht dann im Ergebnis der Eindruck man habe mit unterschiedlich gefärbten Fasern gearbeitet.