Jute

In der Landwirtschaft werden auch heute noch Kartoffelsäcke aus Jute verwendet. Jute ist eine reine Naturfaser und deshalb so beliebt. Die Optik ist unverkennbar. Traditionell wird die Jutefaser in Leinwandbindung gewoben. Bei der gröberen Jute wird in dieser Webart die Gitterstruktur gut sichtbar. Inzwischen ist Jute auch ein fester Bestandteil in der Dekorationswelt. Bunt eingefärbt setzt Jute schöne Akzente.

Jute

Zurück

A - Stoffe

Jute

In der Landwirtschaft werden auch heute noch Kartoffelsäcke aus Jute verwendet. Jute ist eine reine Naturfaser und deshalb so beliebt. Die Optik ist unverkennbar. Traditionell wird die Jutefaser in Leinwandbindung gewoben. Bei der gröberen Jute wird in dieser Webart die Gitterstruktur gut sichtbar. Inzwischen ist Jute auch ein fester Bestandteil in der Dekorationswelt. Bunt eingefärbt setzt Jute schöne Akzente.
Navigation

Jute - 130 cm breit
Art.Nr.: 34009
mehr info
4,29 € *
Mengenstaffelpreise
ab 10 Meter 4,19 €
ab 50 Meter 3,99 €
ab 100 Meter 3,79 €


Jute grob - 130 cm
Art.Nr.: 34100
mehr info
3,69 € *
Mengenstaffelpreise
ab 10 Meter 3,59 €
ab 50 Meter 3,49 €
ab 100 Meter 3,29 €


Jute - 175 cm breit
Art.Nr.: 34109
mehr info
5,29 € *
Mengenstaffelpreise
ab 10 Meter 5,09 €
ab 50 Meter 4,99 €
ab 100 Meter 4,79 €


mehr info
8,89 € *
Mengenstaffelpreise
(gültig pro Farbe)
ab 10 Meter 8,79 €
ab 50 Meter 8,59 €
ab 100 Meter 8,39 €


Jute-Kaffeesack
Art.Nr.: Sp066000
mehr info
3,89 € *
Mengenstaffelpreise
ab 3 Stück 3,85 €
ab 10 Stück 3,69 €
ab 20 Stück 3,59 €


mehr info
5,99 € *
Mengenstaffelpreise
ab 10 Meter 4,79 €
ab 50 Meter 4,69 €
ab 100 Meter 4,49 €


mehr info
4,29 € *
Mengenstaffelpreise
ab 10 Meter 4,19 €
ab 30 Meter 3,69 €
ab 100 Meter 3,49 €


mehr info
11,99 € *
Mengenstaffelpreise
(gültig pro Farbe)
ab 10 Meter 11,79 €
ab 30 Meter 11,19 €
ab 100 Meter 10,99 €


Jute-Bastelpaket
Art.Nr.: BP5000
mehr info
8,99 € *
Mengenstaffelpreise
ab 10 Menge 8,79 €
ab 25 Menge 8,59 €
ab 50 Menge 8,39 €


Informationen

Jute

Jute gehört wie Baumwolle, Flachs und Hanf zu den pflanzlichen Naturfasern in der Textilindustrie. Die Jutefaser dehnt sich kaum, weshalb sie ideal zum Herstellen von Säcken und Taschen ist. Deshalb ist Jutegewebe am bekanntesten wegen seiner Alltagsverwendung als Kartoffelsack-Stoff. Zwei Arten der Pflanzengattung Corchorus werden als Jute bezeichnet – die Rundkapselige und die Langkapselige Corchorus. Die Pflanzengattung gehört zu den Malvengewächsen und umfasst rund 100 Arten. Doch nur zwei verfügen über die bis zu 3 Meter langen und robusten Fasern, die sich zur Herstellung reißfester Gewebe eignen. Aus ihnen werden vorwiegend technische Textilien (z. B. Sackleinen) und Faserverbundstoffe gefertigt. Deshalb hat Jute eine hohe wirtschaftliche Bedeutung und ist rein nach Menge die am zweithäufigsten produzierte Gewebefaser nach Baumwolle. Sie gehört zu den nachwachsenden Rohstoffen und ist bei ökologischer Verarbeitung zu 100 % biologisch abbaubar. Seit einigen Jahren gewinnt Jute eine zunehmende Bedeutung als Dekor- und Kleiderstoff sowie als Ausgangsmaterial für Heimtextilien.

So wird Jute hergestellt

Jutepflanzen gedeihen ausschließlich in tropischen Klimaverhältnissen und bevorzugen Schwemmböden. Ihr Anbau erfolgt deshalb schwerpunktmäßig im Gangesdelta in Indien, Pakistan und Bangladesh. Auch China hat sich zu einem großen Juteproduzenten entwickelt. Die einjährigen Pflanzen wachsen zügig auf 150 – 300 cm Höhe und können bereits nach rund vier Monaten geerntet werden. Die Pflanzen erhalten eine sogenannte Feldröste, d. h. sie werden ca. 20 Tage zum Trocknen ausgelegt. Dadurch gewinnt Jute jene goldene und seidige Farbe, die ihr den Namen „goldene Faser“ einbrachte. Beim anschließenden Rupfen werden die Fasern in Handarbeit vom Stängelkern abgelöst. Nach dem Rupfen erfolgen die Faserreinigung unter fließendem Wasser und die erneute Trocknung. Nun ist der Rohstoff zur Verarbeitung bereit: Er kann zu Garn versponnen werden.

Technische Textilien und Industrieprodukte aus Jute

Für die technische und industrielle Verwendung sind zwei Eigenschaften des Jutegarns besonders hervorstechend: Es dehnt sich kaum und ist außerordentlich reißfest. Dies ist aus dem Alltag bekannt, denn ein sehr verbreitetes Haushaltsutensil ist das seidige, goldgelbe Verpackungsband aus Jute. Auch Gartenschnüre aus der Pflanzenfaser sind im Gebrauch. Traditionellerweise wird das feste Jutegarn in Leinwandbindung gewebt. Es eignet sich besonders gut für Stoffverpackungen, die einem hohen Gewicht standhalten sollen. Deshalb dient es traditionellerweise als Sackleinen zum Transport von Lebensmitteln, die eine atmungsaktive Verpackung benötigen. Über Jahrzehnte war Jute als Kartoffelsack-Stoff im Gebrauch und lag bei Verbrauchern zwischen 1978 und 1988 als „Jute-statt-Plastik“-Einkaufstasche im Trend. Das Naturprodukt hat den großen Vorteil, dass es einfach entsorgt werden kann. Da Jute aus reiner Pflanzenfaser besteht, kann sie problemlos auf den Kompost geworfen werden. Sobald sie von Regen oder sonstiger Feuchtigkeit durchnässt wird, beginnt der natürliche Verrottungsprozess. Als Rohstoff dient die Jute außerdem zur Herstellung von Spezialpapieren oder kommt in der Autoindustrie zum Einsatz. Hier dient sie als Füllstoff hinter den Türinnenverkleidungen. Ein breites Anwendungsgebiet liegt in der Verarbeitung zu sogenannten Faserverbundwerkstoffen. Nicht zuletzt werden moderne Hochleistungsdämmstoffe aus Jute hergestellt.

Jute – Allrounder für die Wohnungseinrichtung

Einkaufstaschen und Kartoffelsäcke aus Jute gibt es kaum noch. Die schnell wachsende, vielseitig einsetzbare und leicht verrottende Naturfaser gilt jedoch als Symbol für Nachhaltigkeit. Deshalb hat sie in den vergangenen Jahren neue Bedeutung erlangt und dient als Dekorationselement in Wohnungseinrichtungen sowie als Ausgangsstoff für Heimtextilien. Dabei lassen sich im Wesentlichen zwei Anwendungsgebiete unterscheiden: einerseits die verstärkte Produktion traditioneller Juteprodukte und andererseits die Juteverwendung zur oberflächlichen Dekoration von Gebrauchsgegenständen. Eine sehr traditionelle Verwendung ist die Herstellung von Teppichen, Läufern und Fußmatten aus Jute. Die reißfeste Faser besitzt eine große Robustheit für diese Zwecke und Juteteppiche gibt es in Asien seit langer Zeit. Wird das Jutegarn fein gesponnen und dicht gewebt, entsteht ein Stoffgewebe mit hoher Ähnlichkeit zu Leinen. Das Jutegewebe lässt sich genau wie Leinengewebe vielseitig im Bereich der Heimtextilien einsetzen: z. B. als Kissenbezüge, Tischläufer oder Vorhänge. Vor allem gefärbte Jute bietet dabei eine schöne Optik. Bettwäschen aus reiner Jute sind rar, häufig gibt es Kombinationen mit Leinenstoff und Baumwolle. Grob gewebter Jutestoff dient im Home-Living vor allem als Accessoire zum Dekor. In reiner Textilform werden sie als Vintageprodukte den ursprünglichen Verwendungsmöglichkeiten nachempfunden. So lassen sich scheinbar ausrangierte Kartoffelsack-Stoffe dekorativ einsetzen. Die Industrie produziert außerdem eine Reihe von Kunststoffprodukten, die äußerlich mit Jutegewebe umkleidet werden. Dazu gehören Seifenspender, Zahnputzbecher und WC-Bürsten-Halter. Hier dient die seidige Optik der Jutefaser zur eleganten Dekoration, die Produkte selbst besitzen jedoch keinen Nachhaltigkeitswert im umweltschonenden Sinne.

Jutegewebe als Kleiderstoff

Es liegt an den unterschiedlichen klimatischen Verhältnissen, dass im europäischen Raum das Leinen, auch Flachs genannt, die traditionell verbreitete und hochwertige Faserpflanze für die Kleiderstoffherstellung war. Im asiatischen Raum hatte Jutegewebe eine ähnliche Bedeutung wie das Leinen in Europa. Daher wird in Bangladesh oder Indien die traditionelle Kleidung noch immer aus Jute hergestellt. Generell hat Baumwolle im 20. Jahrhundert alle anderen natürlichen Faserpflanzen in der Kleidungsindustrie fast vollständig verdrängt. Der weltweit größte Produzent von komplett verarbeiteter und international vertriebener Jutekleidung ist aktuell China. Vorgefertigte Jutekleidung ist vorrangig der asiatischen Mode nachempfunden und wird schwerpunktmäßig als Yoga-Bekleidung exportiert. Wer das Selbstnähen beherrscht, kann sich aus Jutegewebe vom Stoffballen jedoch alle Bekleidungsstücke herstellen, die in Europa traditionell aus Leinen hergestellt werden. Das sind insbesondere Kleider, Röcke und Hosen.

Jute und Nachhaltigkeit

Jute lässt sich kostengünstig anbauen und kann in den Ländern am Fluss Ganges (Indien, Bangladesh, Pakistan) ohne Pestizide und Dünger hergestellt werden. Die Überflutungen des Ganges liefern einen optimalen Boden für das Wachstum. Der ökologische Wert hängt vor allem von der Verarbeitung ab. Manche Spinnereien setzen Mineralöle ein, um die harten Fasern geschmeidiger zu machen. Das mindert den Nachhaltigkeitswert und kann die Gesundheit der Arbeiter gefährden. Auch die Färbeindustrie setzt teilweise Chemikalien ein, die gesundheitlich und ökologisch bedenklich sind. Das gilt für alle Textilprodukte – nicht nur für Jute. Diese Gesichtspunkte sind immer zu beachten und es lohnt sich daher nachzufragen, woher die Textilien stammen. Juteprodukte aus China sind - tendenziell besehen - in ihrem ökologischen Wert weniger empfehlenswert als solche aus Bangladesh, Pakistan oder Indien. Es kommt aber selbstverständlich immer auf den Einzelfall an. Reine Juteprodukte lassen sich unkompliziert entsorgen. Sie haben in Deutschland ein eigenes Recycling-Kennzeichen und gehören zu den wiederverwertbaren Wertstoffen. Wer darauf achtet, ein komplett ökologisches Juteprodukt zu kaufen oder selbst zu nähen – beispielsweise eine Jutetasche -, kann sie letztendlich auf den Gartenkompost werfen und sie wird schnell und rückstandslos verrotten.




Trusted Shops Kundenbewertungen für stoff4you.de: 4.49 / 5.00 von 2640 Bewertungen.