Trevira CS

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Wie kommt es dazu, dass die Trevirafaser permanent schwer entflammbar ist?

Heimtextilien sollen nicht nur bequem und komfortabel sein, sondern auch entsprechende Sicherheiten bieten. Im Haushalt wird immer wieder einmal mit offenem Feuer gearbeitet. Man denke nur einmal daran, wie oft man Kerzen anzündet, um dem gemeinsamen Mittagessen oder Abendessen eine besonders feierliche Note zu geben. Wie leicht bricht ein brennendes Zündhölzchen ab und fällt auf die Kleidung. Da ist es dann von Vorteil, wenn die Kleidung nicht Feuer fängt. 1980 konnte erstmals mit Hilfe des permanent schwer entflammbaren Trevira für Heimtextilien beide Anforderungen, nämlich Komfort und Sicherheit, erfüllt werden. Textilien, die mit Garnen und Fasern aus Trevira bestehen, tragen das Markenzeichen Trevira CS und weisen darauf hin, dass diese auf Dauer schwer entflammbar sind. Stoffe, bei denen die Eigenschaft der schweren Entflammbarkeit erst durch eine nachträgliche Imprägnierung verschafft wurde, bieten diesen Schutz nicht so lang andauernd.


Woher kommt dieser Unterschied?
Der Unterschied entsteht durch den chemischen Aufbau der Polyesterfaser.
Die Eigenschaften der schweren Entflammbarkeit ergeben sich aus einem Comonomer, einer organischen Phosphorverbindung, die fest in der Faser verankert ist. Damit ist eine Veränderung durch äußere Einflüsse nicht möglich.
Fasern, denen die flammenhemmenden Eigenschaften erst durch nachträgliche Ausrüstungen beigebracht wurden, können diese Eigenschaften durch häufiges Waschen, durch Alterung und Gebrauch verlieren. Anders die Trevirafasern: Diese sind wegen ihrer Struktur durch und durch schwer entflammbar. Diese Eigenschaft ändert sich auch nicht, wenn aus diesen Filamentgarnen und Fasern Stoffe hergestellt werden. Vielmehr gehen diese Fasereigenschaften auf den gesamten Stoff über und bleiben dauerhaft bestehen.

Trevira CS und Umweltschutz

Trevira CS wird umweltfreundlich hergestellt. Die Materialien, aus denen Trevira CS hergestellt wird, brauchen keine eigene die Umwelt belastende zusätzliche Flammenschutzbehandlung. Eine solche wäre bei anderen Fasern notwendig. Die Trevirafasern und Filamente sind nach dem Ökotex 100 Standard zertifiziert. Dies besagt, dass diese Fasern und Filamente im Brandfalle nur im geringen Umfang giftige Gase entwickeln. Denn die Feuerwehrleute sind im Brandfalle mehr durch die Gefahr des Erstickens durch giftige Gase gefährdet als durch die Verletzungen durch das Feuer.
Geschichte des Trevira CS

Trevira wurde 1932 als Warenzeichen eingetragen, wobei dieser Name auf einer Verwechslung beruhte. Der damalige Werksleiter wollte diese Faser von der römischen Bezeichnung für die Stadt Augsburg ableiten, verwechselte diesen aber mit der römischen Bezeichnung für Trier (Augusta Trevororum).
Es blieb aber auch nach Aufklärung des Irrtums beim Markennamen Trevira.
1955 begann die Herstellung von Stapelfasern aus Polyester. Anfang 1956 begann die Entwicklung von Polyester-Endlosfäden, die man als Filamentgarne bezeichnet. Hierfür benutzte man dann den Namen Trevira.

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