Waschcord

Übersicht A B C D E F G H I J K L M N O Ö P Q R S T U V W X Y Z

Herstellung des Waschcords

Cord wird durch eine spezielle Bindung gewoben, die als Hohlschussbindung oder Struckbindung bezeichnet wird. Die Basis dieser speziellen Bindung ist eine Leinwandbindung. Bei der Leinwandbindung wird der Schussfaden abwechselnd über und unter dem Kettfaden geführt. Bei der für Cord speziellen Hohlschussbindung wird der Schussfaden abwechselnd über mehrere Kettfäden geführt und flottiert danach unter den nächsten Kettfäden, wodurch die charakteristischen Längsrippen entstehen. Ein so gewebter Stoff ist ein Längscordgewebe. Werden stattdessen die Kettfäden entsprechend über oder unter den Schussfäden geführt, entsteht Quercord.
Als spezielle Form eines Samtgewebes besitzt Waschcord einen Florfaden als zusätzlichen zweiten Schussfaden. Dieser zweite Faden bildet Schlaufen, die als Flottungen bezeichnet werden. Die Schlaufen werden bei den meisten Herstellungsverfahren nachträglich maschinell aufgeschnitten. Ein solches Verfahren verleiht dem Cord eine samtartige Oberfläche. Daher wird dieses Gewebe auch als Schusssamt oder Cordsamt bezeichnet.
Werden die Schlaufen nicht aufgeschnitten, wird das Gewebe als Reitcord oder Reitercord bezeichnet.

Unterschiedliche Formen des Cords
Eine übliche Einteilung des Cordgewebes erfolgt mit Hilfe der Zahl der Rippen, die sich auf einer Stoffbreite von zehn Zentimetern befinden. Kabelcord besitzt bis zu zehn Rippen, Breitcord oder Trenkercord 10 - 25 Rippen, Genuacord und Manchestercord 25 - 40 Rippen und Feincord oder Babycord mehr als 40 Rippen.

Das Cordgewebe wird auch nach den verwendeten Materialien unterschieden.
Häufig besteht Cord aus 80 - 90% Baumwolle und 10 - 20% Polyester. Durch diese Mischung wird Cord besonders strapazier- und widerstandsfähig. Stretchcord besteht aus Baumwolle und einem variablen Elasthananteil.
Entsprechend des verwendeten Rohstoffes gibt es Baumwollcord, Halbwollcord mit mindesten 50% Wollanteil und Wollcord.
Waschsamt ist ein Schusssamtgewebe, dessen Florfaden aus Baumwolle oder Viskose besteht. Durch diese verwendeten Materialien verträgt der Waschsamt vor allem Druck und Nässe.
Der Zwirncord wird aus mehreren, miteinander verdrehten Fäden gewoben und ist besonders reißfest und strapazierfähig.
Cord hat durch den Florfaden als Samtgewebe eine Strichrichtung, die bei der Verarbeitung des Gewebes beachtet werden muss. Ein besonderer Cord ist der sogenannte Rubbelcord. Das ist ein gewaschener Cordsamt, der gegen die Strichrichtung gebürstet ist.
Als Antikcord wird ein Cordgewebe bezeichnet, das durch eine gebrauchte Optik ein besonderes Design besitzt.

Verwendung von Cord

Durch die Strapazierfähigkeit wird Cord gerne für Berufskleidung verwendet. Die klassische Zunftbekleidung besteht ausschließlich aus Cord. Auch Westen, Jacken oder Hosen werden häufig aus Cord hergestellt.

Einfach zitieren: ?