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Wäschebatist

Da der Wäschebatist aus Baumwolle gefertigt ist, wird er gelegentlich auch als Baumwollbatist bezeichnet. Beim Wäschebatist handelt es sich um einen sehr feinfädigen Batist. Aufgrund seiner Materialien und des verwendeten Herstellungsverfahrens handelt es sich beim Wäschebatist in der Regel um ein glanzloses Gewebe.

Namensherkunft:
Zur Herkunft des Begriffes Batist finden sich widersprüchliche Angaben. So wird beispielsweise vermutet, dass die Bezeichnung auf einen französischen Handweber namens Jean Baptiste zurückzuführen ist, der im 13. Jahrhundert als Erster einen Stoff entwarf, der heute als Batist bezeichnet wird. Eine weitere mögliche Erklärung für die Begriffsentstehung des Wortes Batist ist dessen Herleitung aus dem indischen Wort ´Baftas´, was so viel bedeutet wie ´weißes Gewebe aus Baumwolle´.

Herstellung von Wäschebatist

Wäschebatist wird mithilfe der sogenannten Leinwandbindung hergestellt. Die Leinwandbindung ist die einfachste Form der Herstellung gewebter Textilien. In Leinwandbindung gewebte Stoffe sind meist vergleichsweise fest und eng. Charakteristisch für Gewebe mit Leinwandbindung, wie der Wäschebatist, ist außerdem, dass sie bindungsgleich sind; das bedeutet, dass rechte und linke Warenseite eines produzierten Gewebes eine identische Optik aufweisen. Dass Wäschebatist auch gleichseitig ist, bedeutet, dass sich in der Bindung des Gewebes eine identische Zahl an Ketthebungen und Kettsenkungen zeigt.

Während der Herstellung von Wäschebatist berühren im Bindungsrapport sämtliche Ketthebungen und -senkungen einander. In der Textilindustrie finden sich Angaben, wonach sich pro Zentimeter Wäschebatist im Schnitt ca. 50 bis 60 Kett- und Schussfäden vorfinden. Kettfäden sind dadurch definiert, dass sie bei der Herstellung eines Stoffes im Webstuhl in Längsrichtung aufgespannt sind, während Schussfäden quer zu den Kettfäden verlaufen.
Häufig wird Wäschebatist vor seiner Verwendung gebleicht oder auch farbig bedruckt.

Eigenschaften und Verwendung von Wäschebatist

Verwendet wird der Wäschebatist vor allem zur Produktion von Haushaltswäsche. So sind beispielsweise Unterwäsche oder auch Unterröcke häufig aus Wäschebatist gefertigt. Wäschebatistgewebe eignet sich darüber hinaus gut, um es zu besticken oder mit weiteren Verzierungen zu versehen.

Obwohl Wäschebatiststoffe feinfädig sind, weisen sie aufgrund der Leinwandbindung eine relative Schiebe- und Scheuerfestigkeit auf. Weniger geeignet ist Wäschebatistgewebe zum Drapieren.