Markisenstoff

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Bild: Markisen Stoff Gelb Streifen

Als Markisenstoff bezeichnet man denjenigen Stoff, der bei einer Markise verwendet wird um einen Schutz vor Sonneneinstrahlung zu bieten. Er findet auch als Sitzschutz in Form der Bespannung von Balkongeländern Anwendung. Markisenstoff kann aus sehr unterschiedlichen Stoffen hergestellt sein.

Aus Acryl stellt man über Spinndüsen ein Garn her, das bereits bei der Herstellung eingefärbt wird. Bei der Einfärbung während des Spinnprozesses achtet man darauf, dass die verwendeten Farben hoch lichtecht sind und damit möglichst lange nicht ausbleichen. Damit können diese Stoffe bei Gelenkarmmarkisen und Wintergartenmarkisen oder auch als Sichtschutz bei Balkongeländern eingesetzt werden. Doch der Schutz vor Ausbleichung durch UV-Strahlen ist noch nicht ausreichend - denn der Markisenstoff wird vorwiegend im Außenbereich eines Hauses eingesetzt und ist somit dem Wetter und dem Schmutz in der Luft ausgesetzt. Eine entsprechende Imprägnierung des Markisenstoffes sorgt dafür, dass dieser eingeschränkt Schmutz abweist und sich dem Wetter gegenüber als stabil erweist. Den Markisenstoff stellt man in vielen Farben und Mustern her. Bei uns und im Norden dominieren dabei die Streifenmuster. Im Süden Europas und auch in Südfrankreich liebt man mehr die Farbenvielfalt und erstellt entsprechende Markisenstoffe in unterschiedlichen Designs. Diese sind jedoch den bei uns gebräuchlichen Multistreifen bei der Farbechtheit und Farbbeständigkeit unterlegen.

Es gibt aber auch Markisenstoff aus PVC
Diesen Markisenstoff setzt man insbesondere bei Markisen ein, die fest installiert nicht und nicht wie die Gelenkarmmarkisen den Stoff auf einer Rolle aufbewahren und nur bei Bedarf und unter mechanischer Einwirkung ausrollen. Als Anwendungen kommen deshalb die Regenmarkisen, die Markisoletten und Korbmarkisen in Frage. Bei den Gelenkarmmarkisen und anderen Markisen setzt man kein reines PVC-Tuch ein, weil dieses beim Aufrollen brechen könnte. Stattdessen setzt man ein mit PVC überzogenes Polyestergewebe ein. Je nach Wunsch des Nutzers kann Blick dichtes oder gröberes Gewebe, das noch Licht durchlässt eingesetzt werden. PVC-Gewebe kann zu 100% recycelt werden und kann deshalb als umweltfreundlich eingestuft werden. Es ist zudem Schmutz abweisend und wetterfest.

Markisentücher können auch aus Polyester-Fasern hergestellt sein. Dazu ist es aber nötig, diese ausreichend gegen UV-Strahlung geschützt sein, weil sonst ein frühzeitiger Verschleiß eintritt und die Farben verblassen. Da Polyesterfasern eine höhere Reißfestigkeit aufweisen als die Acrylfasern, sind die angebotenen Stoffe im Regelfall leichter.

Wie verarbeitet man die Markisentücher?
Heute bringt man farblosen Kleber als Flüssigkeit oder als Band auf und verbindet so die Tuchstreifen. Eine andere Technik verschweißt die verschiedenen Tuchbahnen durch Erhitzen miteinander. An den Überlappungsstellen wirkt das Markisentuch etwas dunkler. Obwohl diese Schweißtechnik aufwändiger ist wird diese vorrangig eingesetzt, weil die traditionellen Nähte durch die UV-Einstrahlung leiden und so früher verschleißen.

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