Mako

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Was ist Mako?

Mako ist die Bezeichnung für eine weiche, hochwertige Baumwolle mit feinem, seidigem Glanz, die in Oberägypten und mittlerweile auch im Sudan gezüchtet wird.

Geschichte und Herstellung

Der Name “Mako” geht auf den ägyptischen Adeligen Mako Bey zurück, der ein großer Förderer des Baumwollanbaus in Ägypten war. Sein Name steht für Qualitätsbaumwollgarne und -gewebe, auch wenn zwischenzeitlich weiterentwickelte Sorten aus Ägypten auf dem Markt sind. Mako-Baumwolle- hat im Gegensatz zur üblichen Baumwolle längere Fasern (Stapel- bzw. Faserlänge bis zu 40 mm; in den USA gibt es neuerdings sogar Züchtungen mit 50 mm Faserlänge). Mako-Baumwolle wird zur Herstellung exklusiver, baumwollartiger Gewebe verwendet und nur in sehr geringen Mengen angebaut. Der Anteil an der Weltproduktion liegt bei rund 0,5 Prozent.

Die Baumwolle kam im zweiten Jahrtausend vor Christus in die Ägyptische Region. Ursprünglich stammt die Kulturpflanze aus Indien, dort war sie bereits im fünften Jahrtausend vor Christus bekannt. In Europa wurde die Baumwolle zu Beginn des Spätmittelalters durch die Araber verbreitet.

Mako-Baumwolle wird nicht nur aus längeren Fasern gewebt, sondern verfügt auch über eine höhere Anzahl vertikaler und horizontaler Fäden pro Quadratzoll. Beides wirkt sich vorteilhaft auf Weichheit und Haltbarkeit des Gewebes aus.

Bekannte Veredelungssorten aus Mako-Baumwolle sind beispielsweise Mako-Satin und Mako-Batist. Als Batist wird ein Gewebe bezeichnet, das aus sehr feinen Garnen in Leinwandbindung besonders eng gewebt wird.

Als Satin wird ein Stoffgewebe mit einer glänzenden Oberfläche bezeichnet, bei dem die Unterseite in der Regel matt ist. Ursprünglich wurde Satin aus Seide hergestellt. Im 19. Jahrhundert wurde dann in England erstmals ein aufwändiges Veredelungsverfahren für Baumwolle ausprobiert - die Merzerisation: Die Fasern werden mit Natronlaugenkonzentrat behandelt, dadurch erhält das Ausgangsmaterial seinen seidigen Glanz - und seinen Namen. Gleichzeitig wird das Material noch robuster und lässt sich leichter färben.

Eigenschaften

Mako-Bauwolle ist im ursprünglichen Zustand sehr hell, mit einer gelblichen Nuance. Da den Verarbeitungs- und Veredelungsmöglichkeiten kaum Grenzen gesetzt sind, gibt es Mako-Bauwollgewebe in unendlich vielen Farben und Mustern. Alle Produkte zeichnen sich dabei durch ihre hohe Qualität aus. Sie sind leicht, weich, sehr anschmiegsam, kratzen nicht und sind vorteilhaft für Allergiker. Ihr Nachteil ist, dass sie meist leicht knittern.

Mako-Bauwollstoffe sind pflegeleicht, maschinenwaschbar, für den Trockner geeignet und lassen sich gut auf hoher Temperaturstufe bügeln.

Verwendung

Mako-Baumwollstoffe werden für edle, hochwertige Textilien verwendet: beispielsweise luxuriöse Bettwäsche, edle Handtücher, Taschentücher, feine Unterwäsche sowie Kleider, Blusen und Hemden etc.

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