Cordura

Bild: Cordura Gewebe

Was ist Cordura eigentlich?
Der Ausgangsstoff ist Nylon, das aber durch spezielle Bearbeitung robuster und abriebfester als das ursprüngliche Nylon ist. Zudem wurde es texturiert. Seine Oberfläche ist etwas angeraut, wodurch es sich beim Anfassen recht angenehm anfühlt. Bei Cordura wurde das Nylon Wasser abweisend und schnell trocknend ausgerüstet. Deswegen perlt Feuchtigkeit ab. Baumwolle, Poylester und herkömmliches Nylon werden von Cordura in der Abriebfestigkeit deutlich übertroffen. Cordura wird bei der Herstellung von Schuhen eingesetzt. Die Rucksackhersteller verwenden es gerne für den im Regelfall besonders stark beanspruchten Boden des Rucksacks. Die Reißfestigkeit und Abriebfestigkeit macht Cordura auch zum geeigneten Stoff zur Herstellung von Motorradbekleidung.

Wie wird Cordura hergestellt?
Zunächst einmal werden Polyamid-Fasern geschnitten, danach neu versponnen und verwoben. So entsteht ein Gewebe, das deutlich reißfester ist als das gewöhnliche Nylon. Leider lässt sich dieses Gewebe wegen seiner besonderen Struktur nur ziemlich schwer mit anderen Stoffen beschichten. Hinzu kommt noch, dass Nylon UV-Einstrahlung nicht gut verträgt, sondern unter diesem Einfluss relativ rasch altert. Man sollte also Cordura nicht länger der Sonneneinstrahlung aussetzen als unbedingt nötig.

In welchen Handelsformen ist Cordura erhältlich?
Cordura 1000 den beschichtet oder unbeschichtet: Hierbei hat man Fasern in einer Stärke verwendet, die außerordentlich robust und abriebfest sind. Diese Eigenschaften wurden noch durch besondere Herstellungsverfahren verstärkt. Deswegen wird diese Stärke bevorzugt bei der Herstellung von schwerem Gepäck wie Packtaschen, Rucksäcke, Werkzeugtaschen und Reisetaschen eingesetzt. Mit einer Haushaltsnähmaschine lässt beschichtetes Cordura 1000 den kaum mehrlagig verarbeiten. Man braucht dazu schon eine Industrienähmaschine. Will man die Nähte wasserdicht haben, müssen sie zusätzlich mit Nahtabdichter versehen werden. Die beschichtete Seite ist glatt. Sie sollte, um sie vor Abrieb zu schützen als Innenseite verwendet werden. Als Nähgarn sollte man 60er Nylon-Nähgarn oder 80er oder 50er 100% Polyester-Nähgarn verwenden.

Cordura 500 den beschichtet oder unbeschichtet: Der bei der Herstellung verwendete Faden ist deutlich dünner. Das Gewebe wurde dadurch flexibler und leichter. Dennoch kann es vielfältig eingesetzt werden. Es lässt sich leichter verarbeiten als Cordura 1000 den. Man verwendet Cordura 500 den wie Cordura 1000 den, allerdings nur dann, wenn geringere Anforderungen an Reißfestigkeit und Abriebfestigkeit gestellt werden. Cordura 500 den verstärkt Kleidungsstücke, die mehr aushalten müssen als gewöhnliche Kleidungsstücke. Als Beispiele können dafür Laptoptaschen und Verstärkungen an Zelten genannt werden. Cordura 500 den kann demzufolge auch mit Haushaltsnähmaschinen verarbeitet werden. Die unbeschichtete Ausführung lässt sich dabei leichter bearbeiten, da keine PU-Beschichtung vorhanden ist, die die Nähnadel durchdringen müsste.