Chiffon

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Bild: Chiffon Gewebe

Wofür verwendet man Chiffon?
Wie schon in der Einleitung angesprochen ist Chiffon ein ganz feines Gewebe aus Seide oder auch Naturseide. Diese Leichtigkeit, teilweise auch Durchsichtigkeit ist der Grund, warum man dieses Material für sommerliche Bekleidung und sommerliches Bekleidungszubehör einsetzt. Gerne stellt man aus diesem Material Abendkleider, Blusen, feine Schals und Kaftans her.
Auch Schleier, insbesondere Brautschleier stellt man gerne aus Chiffon her.
Chiffon hat eine gekräuselte Oberfläche und ist an dieser leicht zu erkennen.
Nimmt man Chiffon zwischen die Finger und reibt ihn vorsichtig, meint man, dass man feinen Sand in den Händen hat. Dieses Gefühl entsteht dadurch, dass dieser Stoff aus stark gedrehten Garnen besteht, bei denen zudem die Drehrichtung immer wieder wechselt. So werden die Garne zu einer lockeren Leinwandbindung verwoben. Das dabei entstehende Material ist sehr leicht und weich. Diese Leichtheit und Weichheit muss mit einer erhöhten Empfindlichkeit des Materials bezahlt werden. Die Oberfläche des Chiffon wirkt unregelmäßig. Dies hat seine Ursachen darin, dass Chiffon auch oft dünne Längsrillen hat. Dies hat ihm – wenn man die wörtliche Übersetzung aus dem Französischen übernimmt – die Bedeutung: „Lappen“ eingebracht. Dies steht aber im absoluten Widerspruch zur üblichen Verwendung dieser Art Stoff.
Man sollte sich deshalb eher an den arabischen Sprachgebrauch halten, in dem mit Chiffon ein durchsichtiger Stoff bezeichnet wird.

Kleidungsstücke aus Chiffon
Die Feinheit und Leichtigkeit dieses Stoffes machen es möglich Stücke mit einer Größe bis zum 50 cm x 50 cm zusammengepresst in einer Faust zu verstecken.
Bei Theateraufführungen eignen sich diese Tücher hervorragend, um Bewegungen darzustellen. So kann damit der Eindruck von fallenden Blättern erzeugt werden, weil das geringe Gewicht in Verbindung mit einer großen Oberfläche dazu führt, dass diese Tücher nur langsam und nicht geradlinig zu Boden fallen.
Auch Luftbewegungen lassen damit gut darstellen, und zwar dadurch dass die Schauspieler die Tücher aus Chiffon wie Wellen durch die Luft führen. Einzelne Figuren (Schauspieler und Schauspielerinnen) können zu größeren Einheiten mithilfe der Bewegung dieser Tücher verschmelzen. Bei den Abendkleidern aus Chiffon schafft man den optischen Eindruck des Feinen und Vornehmen. Dabei kommen unterschiedliche Schnitte und Formen zum Einsatz. Auch die Farbauswahl ist dabei breit gefächert, beginnend bei einem gediegenen Weiß oder Schwarz bis hin zu schrillem Pink. Längere Kleider aber auch Ausführungen als Mini werden aus Chiffon hergestellt. Da dieses Material schon in der Herstellung und im Bedarf an Rohmaterial nur wenig hohe Anforderungen stellt, sind auch die fertigen Kleidungsstücke oftmals sehr preiswert zu bekommen.

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