Raschelwaren

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Was ist Raschelware?

Bei der sogenannten Raschelware handelt es sich um Ware, die mithilfe einer entsprechenden Raschelmaschine hergestellt wird. In der Textilindustrie werden mit dem Begriff der Raschelware beispielsweise Textilien zusammengefasst wie Gardinen, Spitzenstoffe oder Gardinen.

Die Raschelmaschine
Die Raschelmaschine ist eine in der Textilindustrie eingesetzte Kettenwirkmaschine. Die Bezeichnungen Raschelmaschine und Raschware sind nicht etwa auf eine bestimmte Geräuschentwicklung zurückzuführen; vielmehr begründet sich der Begriff „Raschel“ vermutlich auf dem Namen einer französischen Schauspielern (Rachel) des 19. Jahrhunderts.

Herstellung

Mithilfe der Raschelmaschine ist es möglich, Maschenware herzustellen indem Fadenschleifen miteinander verbunden werden und auf viele verschiedene Weisen zu bemustern. Unter einer solchen Musterung, auch als Rapport bezeichnet, wird ein zierendes Muster verstanden, das sich flächendeckend über einen Stoff erstreckt.Raschelmaschinen verfügen über Schieber- und Zungennadeln; Zungennadeln sind dabei Stricknadeln, die mit einer speziellen Rückhaltevorrichtung versehen sind. Im Gegensatz zu herkömmlichen Kettenwirkmaschinen sind Raschelmaschinen so konzipiert, dass der Abzug der Raschelware nach unten erfolgt.

Formen von Raschelmaschinen/Raschelware:
Typischerweise werden Raschelmaschinen mit verschiedenen, sehr engen Spezialisierungen gebaut. Welcher Raschelmaschinentyp benötigt wird, hängt davon ab, welche Art der Raschelware hergestellt werden soll: Findet eine Raschelmaschine ihren Einsatz beispielsweise zur Herstellung bestimmter Netze, die in der Landwirtschaft zum Einsatz kommen können, so ist diese Maschine häufig mit 4 Nadeln/cm ausgestattet. Eine Raschelmaschine zur Produktion von Gardinenmaschenware beispielsweise verfügt dagegen häufig über 16 Nadeln/cm. Weitere Formen der Raschelware, die jeweils speziell konstruierte Raschelmaschinen zu deren Herstellung erfordern, sind etwa der Rascheltüll, die Raschelspitze, Elastomere, Plüsch oder Kunstpelz.

Beispiele für Raschelware:

Eine relativ häufig produzierte Raschelware ist die Gardinenmaschenware; eine Gardine besteht in der Regel aus einem vergleichsweise dünnen Stoff, der eine netzartige Struktur aufweist. Zur Herstellung von Gardinenmaschenware können verschiedene Materialien verwendet werden. Zu diesen möglichen Materialien zählen beispielsweise Naturfasern wie beispielsweise Leinen, Seide oder Baumwolle. Daneben können für die Herstellung von Gardinenmaschenware aber auch Kunstfasern zum Einsatz kommen.

Die Raschelware Plüsch zeichnet sich unter anderem aus durch ein Gewebe, das einen sehr weichen Griff aufweist. In ihrem Herstellungsprozess ähneln sich die Gewebearten Plüsch und Samt. Allerdings verfügt Plüsch in der Regel über einen vergleichsweise höheren Faserflor als Samt.

Eine ähnlich netzartige Struktur wie Gardinenmaschenware zeichnet schließlich auch die Raschelware Tüll aus; Tüll kann aus verschieden feinen Garnen produziert werden und sowohl über eine glatte als auch über eine gemusterte Struktur verfügen.

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