Laugenkrepp

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Was ist Laugenkrepp?

Beim Begriff Laugenkrepp handelt es sich um eine Art Kategoriebezeichnung aufgrund der Herstellungsart. Im Unterschied zu einem echten (gewebten) Krepp wird die Kräuselung beim Laugenkrepp nicht durch die Webart erzeugt, sondern durch das Einwirken einer Lauge auf die Fasern. Als Laugenkrepp können z.B. (nach Optik) Blasen-, Borken- oder Kräuselkrepp bezeichnet werden. Laugenkreppe fallen unter den Bereich der Ausrüstungkreppe, worunter beispielsweise auch Prägekrepp zählt.

Der Effekt wird durch die Verkürzung der Fasern unter Einwirkung von Laugen erreicht. Hierbei werden häufig Baumwollgewebe oder Mischgewebe mit entsprechenden Naturfasern verwendet, da diese durch die Behandlung aufquellen und sich verkürzen. Die Fasern schrumpfen und erzeugen so Längenunterschiede innerhalb des Stoffes.
Die charakteristischen Kräuselungen entstehen durch örtlich begrenzten Einsatz. Es werden beispielsweise kleinteilige Muster oder Streifen aufgebracht. Die Größe der Rohware, also des unbehandelten Stoffes, vermindert sich bei diesem Prozess. Das fertige Textil ist daher bis zu fünfzehn bis fünfundzwanzig Prozent kleiner als das Ursprungsmaterial.

Herstellung

Für die Herstellung der Krepp-Optik werden hauptsächlich drei Verfahren verwendet. Für alle ist von Bedeutung, dass die Behandlung nicht unter Zug stattfindet. Nur so können die beabsichtigten Falten ermöglicht werden.
Zum einen kann durch den Aufdruck verdickter Lauge von z.B. Mustern oder Streifen eine Kräuselung der nicht bedruckten Stellen erreicht werden.
Eine zweite Variante ist das Imprägnieren der kompletten Stoffbahn mit Lauge. Das Textil wird hierbei vorher mit einer sogenannten Reserve bedruckt. Diese Reserve schützt die behandelten Stellen des Stoffes vor der Schrumpfung. Die Kräuselung der behandelten Stellen wird hierbei häufig erst nach dem Entfernen der schützenden Schicht gut sichtbar.
Eine dritte Variante unterstützt das gleichzeitige Färben des Stoffes durch Drucke. Hierbei wird nicht der gesamte Stoff gefärbt, sondern nur Bereiche, die sonst nur durch die oben genannte Reserve geschützt würden. Der Schutz besteht hier gleichermaßen aus Färbung und Laugenschutz. Hierdurch lassen sich Muster und Kreppeffekt sehr genau aufeinander abstimmen.

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