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Kreppstoff

Was ist Kreppstoff?

Echte Kreppstoffe
Es wird zwischen einem „Echten Krepp“ und „Unechten Krepp“ unterschieden. Beim echten Kreppstoff wird der Kreppeffekt ausschließlich durch die Überdrehung der Garne erreicht. Hier unterscheidet man zwischen Halbkrepp und Vollkrepp. Das Gewebe eines echten Kreppstoffes hat eine strukturierte Oberfläche und fließende Qualität. Zur Herstellung des Vollkrepps wird mit Kreppgarnen in zwei Fadensystemen, in Kette und Schuss gearbeitet, während zur Herstellung des Halbkrepps nur einer der zwei Fadensysteme eingesetzt wird.
Vollkreppstoffe werden aus der Leinwandbindung hergestellt und im Handel als Crêpe Georgette oder Crêpe Chiffon bezeichnet. Die Handelsbezeichungen von Halbkreppstoffen sind Crêpe Marocain, Crêpe Satin, Crêpe de Chine und Chinette.
Durch verschiedene Kettfadenspannungen und durch den Einsatz der Kreppgarne erreicht man beim Spannungskrepp glatte, blasige Längsstreifen. Diese Art der Kreppstoffe wird auch als Seersucker bezeichnet.

Unechte Kreppstoffe
Der unechte Kreppstoff mit seinem unregelmäßigen und körnigen Bild entsteht durch spezielle Bindungen und Ausrüstungen. So wie Bindungskrepp und Sandkrepp.
Ein Bindungskrepp lässt sich durch die unregelmäßige Zuordnung der Fäden herstellen. Dabei dürfen keine Bindungsgrate oder Streifen entstehen. Solche Stoffe tragen die Bezeichnung Eiskrepp oder Sable.

Ausrüstungskreppstoffe
Mittels verschiedener Ausrüstungsverfahren lassen sich drei weitere Kreppstoffarten und zwar Prägekrepp, Laugenkrepp und Spannungskrepp herstellen.
Prägekrepp ist ein thermoplastischer mustergeprägter Acetat- oder Polyesterstoff.
Laugenkreppstoff erhält durch die Behandlung mit Natronlauge den entsprechenden Effekt. Dafür werden überwiegend Baumwollstoffe verwendet.
Zu Spannungskreppstoffen zählt unter anderem Seersucker, der seinen Kreppeffekt durch verschiedene Fadenspannungen erhält. Der Spannungskrepp zeichnet sich durch die Blasenstruktur in Kettenrichtung aus, die auch durch Natronlauge bewirkt werden kann.
Die Lauge wird im Textilveredelungsverfahren streifenweise oder punktuell auf Baumwollgewebe aufgedruckt, wobei sich im Gewebe blasige Muster bilden. Ausrüstungskrepp nennt man auch Kräuselkrepp, Borkenkrepp und Blasenkrepp.
Mit Prägekalander eingepresste Kreppmuster findet man bei Kreppstoffen wie Crash, Gaufré und Prägeseersucker.