Dirndlstoffe

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Bild: Dirndl Stoffe Wiesn Meterware

Der Siegeszug des Trachtenkleides
Der Begriff Dirndl kam aus der Zeit der Mägde, welche auch "Dirn", also junges Mädchen, genannt wurden. Deren Arbeitsbekleidung waren die Dirndlkleider, welche erst später zu einer Modeerscheinung wurden. Vor allem in Bayern und Österreich waren selbige üblich. Ein Dirndl, wie man es heute kennt, ist keine bestimmte Tracht. Die Tracht einer Gegend oder auch als Statussymbol erdacht, besitzt Merkmale welche sie zu dem machen, was sie sind, und woran sie erkannt werden. Das Dirndl der heutigen Zeit hat zwar Einzelheiten der Trachten entlehnt, nimmt aber nicht Bezug auf deren Besonderheiten. Dass die einstige Dienstbotenbekleidung zur Mode wurde, fällt in die Jahre vor der Jahrhundertwende 1870 bis etwa 1890. Das Erscheinungsbild des Dirndls ist meist ein weit fallender Rock, ein enges Oberteil, das Mieder, und eine darüber gebundene Schürze.

Das Material
Der Stoff, aus dem ein Dirndl gefertigt wird, variiert zwischen Baumwolle, Leinen und Seide. Die Auswahl ist oft der Verwendung entlehnt. So sind zum Beispiel die Kleider aus Seide festlichen Anlässen vorbehalten, während die Dirndl aus Baumwolle auch für den Alltag getragen werden. Meist ist der Stoff mit traditionellen Mustern bedruckt. Eventuell ist das Kleid aus Stoffen gefertigt, welche das gleiche Muster in unterschiedlichen Farben haben, oder verschiedener Stoff in passender Farbe. Auch ist die Schürze meist einfarbig, während das Kleid gemustert ausfällt. Oft wird dazu eine weiße Bluse getragen, welche aus Baumwolle ist. Grundsätzlich kann ein Dirndl aus fast jedem Kleiderstoff gefertigt werden, da mehr der Schnitt als der Stoff das Dirndl zu dem machen, was es ist. Jedoch eigenen sich Leinen oder Seidenstoffe besonders gut. Ein Dirndl aus Seide ist oft einfarbig und besitzt durch den besonderen Glanz des Stoffes ein festliches Aussehen.

Alltagsdirndl
Immer mehr junge Leute tragen die Dirndl wieder gern, wobei selbige dann meist wenige Schmuckelemente haben, um alltagstauglich zu sein. Hier sind oft sommerliche Leinenkleider zu nennen, welche im Landhausstil gefertigt sind. Aber auch zu besonderen Anlässen wird wieder öfter ein Dirndl getragen, welches dann, dem Alter angepasst, auch als Minikleid, mit Schnallen oder Leder verziert und frechen Details daherkommt. Der dazu passende Schmuck, wie Kropfbänder oder ein Schariwari, ist eher dem feierlichen Anlass vorbehalten und spielt in der Tagesmode kaum eine Rolle.

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