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Dämmfilz

Bild: Dämmung Filz Was ist Dämmfilz?

Dämmfilz ist ein begehrter Dämmstoff, der bei Haus- und Fassadendämmungen zum Einsatz kommt. Filz wird aus nicht verwebten und zusammengepressten Fasern hergestellt. In der Regel werden dafür Kunstfasern, selten auch Pflanzenfasern eingesetzt. Filz kann sowohl durch trockene Vernadelung des Stoffs auf natürlich Art und Weise entstehen, als auch künstlich hergestellt werden. Beim Herstellungsverfahren werden die Ausgangsfasern mit Hilfe von hohem Druck verdichtet. Wollstoffe lassen sich auch durch Walken oder Pressen verfilzen. Man kämmt die Rohwolle, reinigt sie und bereitet sie zu einem Vlies auf. Die mechanische Bearbeitung bewirkt, dass sich die Fasern ineinander verschlingen und der Stoff so zusammengehalten wird. Die Filzherstellung nutzt die Eigenheiten tierischer Haare. Diese verhaken sich unter hohem Druck mit ihrer schuppigen Oberfläche ineinander und bilden eine dauerhafte Struktur. Filz hat viele Eigenschaften, die ihn zu einem begehrten Dämmstoff machen.

Eigenschaften

Filz zur Wärmedämmung bei Gebäuden wird meistens aus Glaswolle oder Mineralwolle hergestellt. Diese ist wasserabweisend, nicht brennbar entsprechend der Euroklasse A1, glimmt nicht, wirkt schalldämmend, ist diffusionsoffen sowie umweltfreundlich. Die dichte Faserstruktur des Filzes sorgt für eine hohe Dämmwirkung. Außerdem lässt sich Dämmfilz leicht verlegen, zum Beispiel indem man es zwischen die Dachsparren steckt. Die gute Dämmleistung von Dämmfilz spielt die Anschaffungskosten schnell wieder ein und sorgt dafür, dass man in den folgenden Jahren eine Menge Geld an Heizkosten sparen kann. Mit Dämmfilz macht man das Eigenheim energieeffizient. Filz zum Dämmen gibt es in vielen verschiedenen Varianten, genau passend für jede Gebäudeart. Die zu erzielende isolierende Wirkung hängt von der Festigkeit und der Struktur des Dämmfilzes ab. Mit Filz ist eine Dämmung bis hin zum Niedrigenergiehaus möglich.

Verwendung

Dämmfilz kann bei vielen verschiedenen Dämmvorgängen in Gebäuden zum Einsatz gebracht werden. Sehr gut eignet er sich für eine Zwischendämmung. Diese wird in einem so genannten Renodach durchgeführt. Dabei handelt es sich um ein zweischaliges Dach, das nicht begehbar aber über eine Holzbalkendecke und eine zugängliche obere Geschossdecke verfügt. Auch bei der Innendämmung erzielt man mit Dämmfilz ein gutes Ergebnis. Bei der Innendämmung wird der Dämmfilz unterseitig an der Decke oder unter den Sparren der Tragekonstruktion einer abgehängten Decke angebracht. Um die Außenhaut des Hauses vor Bewitterung zu schützen, kann man mit Dämmfilz eine Außendämmung von Dach und Decke vornehmen. Der leichte Dämmfilz, der nur über ein geringes Eigengewicht verfügt, erzeugt keine nennenswerte Drucklast und kann daher auch bei Dämmungen unter Decken optimal verwendet werden. Dämmfilz aus Glaswolle oder Mineralwolle ist also ein perfektes Dämmmaterial für das Eigenheim.