Nähmaschinennadeln

Bild: Näh Nadeln
Was sind Nähmaschinennadeln?


Nähmaschinennadeln
sind die kleinen Nadeln, die in Nähmaschinen den Faden durch den Stoff stechen und so dafür sorgen, dass eine Naht überhaupt entstehen kann. Obwohl die Nadeln simpel und unscheinbar wirken, sind sie damit eines der wichtigsten Teile für das Nähmaschinennähen überhaupt. Zudem müssen die kleinen metallenen Nadeln extrem viel leisten: Nicht nur gilt es, die Textilien, die miteinander verbunden werden sollen, zu durchstoßen, auch das Garn muss schnell durch das Nadelöhr zu führen sein. Und selbst im Einsatz bei Maschinen der industriellen Näherei, denen bis zu 10.000 Stiche in der Minute abverlangt werden, darf die Nähmaschinennadel keine Abnutzungserscheinungen davontragen. Entsprechend hoch ist die Qualität des Werkstoffs, den man von einer solchen Nadel erwarten darf.


Unterschiedliche Formen für unterschiedliche Zwecke

Auch die Form der Nadel ist entscheidend, wenn es um ihre Zweckmäßigkeit und schließlich auch um die Qualität des genähten Produkts geht. Da die unterschiedlichsten Stoffe, die zum Nähen verwendet werden, verschiedene Bedingungen für eine Nähnadel hervorrufen, existieren unterschiedliche Nadelsorten für verschiedene Stoffe. So sind die Spitzen der Nadeln unterschiedlich groß und haben auch verschiedene Formen. Am bekanntesten und auch weitaus am gebräuchlichsten ist die Form der geraden Nadel. Ihre Bestandteile sind ein Kolben, ein Konus, ein Schaft, eine Öhrpartie und natürlich eine Nadelspitze. Beim Kolben ist zwischen einem Flachkolben und einem Rundkolben zu unterscheiden.


Verschiedene Nadeltypen für Haushaltsnähmaschinen

Grundsätzlich unterscheidet man für den Gebrauch im Haushalt zunächst zwei Sorten von Nähmaschinennadeln, nämlich in Abhängigkeit von der Kolbenform. Nähmaschinennadeln mit Flachkolben sind für das System 130 / 705 H ausgelegt, welches zahlreiche Haushaltsnähmaschinen aufweisen. Nadeln mit einem Rundkolben sind für das System 287 WH ausgelegt und gelegentlich mit der Aufschrift 1738 A versehen. Die Kodierung des Flachkolbensystems ist häufig noch um einige Buchstaben ergänzt. Sie geben an, für welche Zwecke die jeweilige Nadel besonders gut geeignet ist. Zusätzlich ist auf den Nadeln meist ein feiner farbiger Ring aufgedruckt, die Farben geben ebenfalls den Einsatzzweck an. Ist kein Farbring zu erkennen, handelt es sich in den meisten Fällen entweder um eine universal einsetzbare Nadel oder um eine Jerseynadel. Ist die Nadel zum Beispiel der Kategorie H – E zugeordnet und mit einem roten Ring versehen, handelt es sich um eine Ziersticknadel. Jeansnadeln, die einen stärkeren Schaft aufweisen als üblich und eine spitze Rundspitze haben, sind mit H – J und mit einem blauen Farbring gekennzeichnet.