Indische Baumwolle

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Was ist indische Baumwolle?

Indische Baumwolle steht für mehr als nur für zauberhafte fast transparente gaze-artige Blusen und farbenfrohe Sommerkleider. Neben China und den USA ist Indien einer der drei weltweit bedeutendsten Hersteller und Lieferanten von Baumwolle. Statistisch ist Indien nach China der zweitgrößte Produzent und nach den USA der zweitgrößte Exporteur von Baumwolle.

Geschichte und Tradition der indischen Baumwolle

Indiens Baumwollverarbeitung hat eine mehrere Jahrhunderte lange Geschichte. Eine Rolle hat das indische Baumwollgewebe dabei nicht nur als Bekleidung, sondern auch als Kunst gespielt: Das belegen Wandbehänge – aus gefärbter und gebeizter Baumwolle als tragendes Gewebe angefertigt – aus dem Mittelalter. Doch als britische Kolonie hat Indien bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts von der Industrierevolution in Europa profitieren können: Dank importierten britischen Spinnmaschinen hat die indische Baumwollindustrie einen wahren Boom erlebt. So hat die indische Baumwolle als Importware das damals in Europa bevorzugte Leinengewebe erstmals verdrängt.

Besonderheiten der heutigen indischen Baumwolle
Seit eh und je wird Indien als „das Mutterland der Baumwolle“ und die indische Baumwolle als „das weiße Gold aus Indien“ bezeichnet. Heute haben Millionen Kleinbauern aus Indien, die Baumwolle anbauen, eine extrem mächtige Konkurrenz, und zwar eine viel kleinere Anzahl Baumwollfarmer aus den USA und den anderen Industrieländern, die jedoch technisch viel stärker ausgerüstet sind. Dennoch, so schwer es auch ist, sich in der heutigen globalisierten Welt zu behaupten, haben die indischen Baumwollstoffe und Baumwollprodukte nicht an Bedeutung verloren. Ihren festen Platz auf dem riesigen Weltmarkt für Baumwolle verdanken sie ihrer einzigartigen Qualität. Von Natur aus hautfreundlich, ist die aus Indien stammende Baumwolle kaum mit Chemikalien belastet.

Vielfalt der indischen Baumwollstoffe und deren Verwendung

Die typischen Baumwollstoffe aus Indien sind fein und leicht, dünn und zart, welches darauf zurückzuführen ist, dass diese aus hochgedrehten Baumwollgarnen hergestellt werden. Zu unterscheiden ist nach der weiteren Verarbeitung der Baumwollgarne zwischen gekämmten (glatt, geschmeidig), mercerisierten (mit seidenartigem Glanz) und kardierten (für Baumwollvlies) Baumwollstoffen.
Die indische Baumwolle erfreut sich einer breiten Verwendung in der Bekleidungsindustrie: T-Shirts und Sweatshirts, Hosen und Röcke, Unterwäsche und Nachtwäsche, voileähnliche Damenblusen aus gestickten Baumwollstoffen und leichte bunte Sommerkleider, zarte Schals, Herrenhemden und Stoffschuhe. Hochqualitative indische Stoffe und Gewebe kleiden das Zuhause mit hochwertigen Heimtextilien: als Bettwäsche, Kissen- und Sofastoffe, Stoffe für Vorhänge und Gardinen, Markisen und Rollos. Ferner dient indisches Baumwollgewebe als Industriestoff (Regenschirmstoff, Futterstoff, Verbandstoff), zu haben sind indische Baumwollstoffe letztendlich als Meterware.

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