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Japanseide

Was ist Japanseide?

Unter Japanseide ist ein breiter Sammelbegriff zu verstehen. Dieser steht für sehr viele und sehr unterschiedliche Varianten Naturpapiere (Seidenpapiere), aber auch Seidentaft, welche aus den Fasern des Maulbeerbaums hergestellt werden. Wie es bekannt ist, wächst der Maulbeerbaum enorm schnell nach, somit handelt es sich bei der Japanseide um ein umweltfreundliches Pflanzenprodukt.

Herstellung von Japanseide

Das Verfahren zur Herstellung der Japanseide gehört zu den ältesten traditionellen Künsten in Japan. Zu unterscheiden ist dabei unter zahlreichen Arten an Oberflächen und Designs der Japanseide. Die Hauptvorteile des edlen Naturpapiers sind: Zum einen ist es ein zu 100% abbaubares Naturprodukt, zum Zweiten kann es fast ohne chemische Zusatzstoffe hergestellt werden. Des Weiteren ist seine Herstellung mit einem sehr niedrigen Energieverbrauch verbunden, ein heutzutage besonders wichtiger Vorteil.

Eigenschaften und Verwendung von Japanseide

Die Japanseide ist außergewöhnlich vielfältig einsetzbar.

Die Verwendung der Japanseide als Stoff
Die Japanseide zeichnet das gleichmäßige, sehr dünne und zugleich sehr dichte Seidengewebe aus. Auf diese Eigenschaften ist die Verwendung des Seidenpapiers als Stoff - ein sehr leichter und besonders feiner Seidentaft - zurückzuführen, und zwar für traditionelle Kimonos, für festliche Bekleidung für feierliche Anlässe, zum Beispiel Blusen, Hochzeitskleider oder Ball-Kleider und für Heimtextilien (allen voran Lampenschirme und Tapeten, Gardinen und Vorhänge).

Die Verwendung der Japanseide als Papier
Das zarte Seidenpapier aus Japan ist sehr weich und besticht mit dem natürlichen Aussehen dank der zwar feinen dennoch sichtbaren Fasern. Die klassische Variante ist weiß, cremefarbig oder mit Blumen-Motiven in zarten Farben bedruckt. Den möglichen Anwendungsgebieten nach ist die Japanseite ein wahrer Alleskönner. Verwendung findet das edle Papier in erster Linie für zahlreiche typisch japanische Dekorationen wie japanische Papier-Bastelarbeiten (wie wunderbare Kreationen der japanischen Faltenkunst Origami) und zum Bespannen von japanischen Lampenschirmen. Ferner werden aus Japanseide exklusive Briefbögen (in DIN A4 Format) und Grußkarten sowie hübsches Bastelpapier und Geschenkpapier (in Rollen) angefertigt.

Für die Liebhaber von exquisiten Einladungen und Karten, Dekorationen und Verpackungen ist das kostbare handgefertigte Seidenpapier aus dem fernen Japan das perfekte Material. Aus einer Rolle entzückenden japanischen Seidenpapiers mit klassischen Kimonomotiven können Papierschächtelchen und Dosen eingewickelt werden. Die kreativsten Bastler zaubern daraus Fotoalben und Gästebücher, Menübögen und Platzkarten bei Bankett-Essen und vieles mehr.

Die Japanseide und die Modellbauer
Letzten Endes findet die Japanseide in der Variante Strohseide auch beim Modellbau ihre Verwendung, zwecks Seidenbespannung von verschiedenen Modellen, zum Beispiel für Modell-Flugzeuge nach klassischer Holzbauweise.

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